Als Madeira uns rief
- danielagrether

- vor 1 Tag
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Warum wir einem Ort vertrauten, den wir noch gar nicht kannten
Manche Geschichten lassen sich nicht wirklich von nur einem Menschen erzählen.
Unsere gehört dazu.
Denn unser Weg nach Madeira war nie nur die Vision oder Entscheidung eines Einzelnen. Es gab Momente, in denen einer von uns etwas früher gespürt hat. Momente, in denen einer vorausgegangen ist. Und ganz viele Momente, in denen wir einander gebraucht haben.
Wir sind sehr unterschiedlich.
Und vielleicht war genau das unsere größte Stärke.
Deshalb erzählen wir euch unsere Geschichte heute genauso, wie sie entstanden ist:
in zwei Stimmen.
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Daniela – Alles begann mit einer Leinwand
Eigentlich begann meine Geschichte mit Madeira schon 2017.
Nur wusste ich das damals natürlich noch nicht.
Ich hatte zu dieser Zeit regelmäßig ganz schlimme Migräneanfälle. Meist einmal im Monat, manchmal auch zweimal. Ich dachte lange, dass sie wahrscheinlich mit meiner Periode zusammenhingen.
Dann kam dieser Neumond im Löwen im Sommer 2017.
Und plötzlich hatte ich diesen ganz starken Impuls:
Ich muss malen.
Ich hatte eine riesige Leinwand zu Hause, nahm meine Acrylfarben und fing einfach an.
Ohne Plan.
Ich malte ein rotes Haus. Einen Garten. Blumen. Tiere. Wald. Wasser.
Ich wusste damals noch nicht einmal, ob dieses Wasser ein See oder vielleicht das Meer sein sollte.
Aber ich weiß noch genau, was ich dabei gefühlt habe:
Das ist mein Haus.
Nicht: So ein Haus hätte ich irgendwann gerne.
Nein.
Es fühlte sich an wie mein Zuhause.
Und dann schrieb ich unten auf die Leinwand:
2022.
Warum?
Keine Ahnung.
Es war einfach da.
Heute würde ich sagen, dass auch das für mich eine Form von Channeling war.
Channeling bedeutet für mich nämlich nicht nur, bewusst in Trance Botschaften zu empfangen. Ich glaube, wir alle kennen diese Momente, in denen etwas durch uns hindurchkommt, bevor der Kopf es überhaupt erklären kann.
Beim Malen. Beim Schreiben. In einem Gespräch. In der Natur.
Plötzlich ist da ein Bild, ein Satz oder ein Wissen.
So war es mit dieser Leinwand.
Und noch etwas Spannendes geschah damals: Ab diesem Zeitpunkt veränderten sich meine heftigen Migräneanfälle deutlich.
Gleichzeitig begann meine intensive Reise mit dem Mond – eine Liebe, die mich bis heute begleitet.
Die Leinwand hing bei uns.
2018.
2019.
2020.
2021.
Und scheinbar passierte nichts.
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Ralf – Eigentlich war alles da
Wenn man unser damaliges Leben von außen betrachtet hat, war eigentlich alles da.
Wir lebten in Danielas Elternhaus, das sie übernommen hatte. Wir hatten unsere Familie, unsere Arbeit und unser gewohntes Umfeld.
Daniela arbeitete unter anderem als Pferdepflegerin und war bereits als spiritueller Coach selbstständig.
Ich war ebenfalls selbstständig und arbeitete bei Eismann.
Mein Alltag war allerdings sehr stark von meiner Arbeit bestimmt.
Morgens früh aus dem Haus.
Abends spät wieder nach Hause.
Und das über Jahre.
Natürlich macht man das. Man hat Verpflichtungen. Rechnungen. Verantwortung. Man denkt lange: Das ist eben so.
Aber irgendwann merkt man, was diese Art zu leben kostet.
Zeit als Paar.
Zeit als Familie.
Zeit mit unserem Kind.
Und letztendlich auch Zeit mit mir selbst.
Daniela sagte irgendwann:
„Ich fühle mich wie alleinerziehend in einer Beziehung.“
Das war nicht schön zu hören.
Aber ich konnte ihr nicht wirklich widersprechen.
Nicht, weil ich nicht da sein wollte.
Sondern weil unser Leben so organisiert war, dass ich kaum da sein konnte.
Und irgendwann wusste auch ich:
So möchte ich nicht für immer leben.
---
Ralf – Und dann kam Dänemark
2020 waren wir gemeinsam in Dänemark.
Wir hatten dort ein Strandhaus direkt am Meer.
Und für mich war das tatsächlich ein ganz entscheidender Moment.
Ich weiß noch, wie stark dieser Gedanke plötzlich in mir war:
So möchte ich leben.
Damit meinte ich nicht, dass ich unbedingt nach Dänemark ziehen wollte.
Es ging um diese Art von Leben.
Gemeinsam.
Mehr draußen.
Mehr Natur.
Das Meer vor der Tür.
Zeit füreinander.
Nicht morgens früh verschwinden und abends völlig erschöpft zurückkommen, um am nächsten Tag wieder von vorne anzufangen.
Daniela hat diese Sehnsucht auch gespürt.
Aber wenn wir heute darüber sprechen, wissen wir beide:
In Dänemark war dieser Impuls bei mir besonders stark.
Vielleicht gerade deshalb, weil ich dort so unmittelbar gespürt habe, was mir in meinem bisherigen Leben fehlte.
Ich wollte meine Familie nicht nur zwischen meinen Arbeitszeiten erleben.
Ich wollte mit ihr leben.
Wir waren später noch einmal in Dänemark.
Und dieses Gefühl ging nicht mehr weg.
Im Gegenteil.
Es wurde stärker.
Da war plötzlich diese Frage:
Warum eigentlich nicht? Warum sollte unser Leben nicht anders aussehen dürfen?
Madeira war zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt kein Thema.
Wir wussten nicht, wohin uns diese Sehnsucht führen würde.
Aber rückblickend war Dänemark für mich einer der ersten Momente, in denen aus einem „So möchte ich nicht ewig weitermachen“ etwas anderes wurde:
Ich möchte mein Leben verändern.
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Daniela – Ich wollte das Neue am liebsten sofort
Diese Sehnsucht war natürlich auch in mir.
Ich hatte schon lange gespürt, dass mein Elternhaus nicht der Ort sein würde, an dem ich bis zum Ende meines Lebens bleiben möchte.
Und wenn ich etwas spüre, dann habe ich manchmal eine kleine Schwäche:
Ich möchte es am liebsten sofort. 😄
Ich wollte dieses neue Leben beschleunigen.
Ich wollte wissen:
Wo?
Wann?
Wie?
Aber es kam einfach nichts, was sich wirklich richtig angefühlt hat.
Dann kam Corona mit all seinen Herausforderungen.
Und gleichzeitig wurde bei uns beiden immer klarer:
Wir wollen nicht einfach weitermachen, nur weil man es eben so macht.
Wir wollen herausfinden, wie unser Leben eigentlich aussehen würde, wenn wir es wirklich nach uns gestalten.
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Daniela – Und dann habe ich meine Vision in die Mülltonne geworfen
Ende 2021 sah ich wieder diese Leinwand.
Mein Haus.
Garten.
Wald.
Wasser.
Und unten:
2022.
Nur stand 2022 inzwischen praktisch vor der Tür.
Und von diesem Zuhause war weit und breit nichts zu sehen.
Kein Ort.
Kein neues Haus.
Kein konkreter Plan.
Nichts.
Und ich war einfach frustriert.
Ich dachte:
Ganz ehrlich, Daniela. Wenn bis jetzt nichts passiert ist, dann passiert jetzt auch nichts mehr.
Also nahm ich die Leinwand –
und schmiss sie in die Mülltonne.
Ja.
Wirklich. 😄
Fünf Jahre Vision, Manifestation und Vertrauen.
Ab in den Müll.
Heute kann ich darüber lachen.
Denn nur wenige Wochen später begann sich unser gesamtes Leben zu verändern.
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Daniela – Der Impuls, wieder zu channeln
Etwa zur gleichen Zeit kam bei mir sehr stark der Impuls, wieder intensiver zu channeln.
Ich hatte über viele Jahre verschiedene Ausbildungen gemacht und durfte unglaublich viel über mediale Arbeit lernen.
Und vielleicht ist wichtig zu erklären, was Channeling für uns überhaupt bedeutet.
Für mich gibt es nicht die eine Form.
Die Leinwand von 2017 war für mich beispielsweise auch eine Form davon.
Manchmal entsteht es beim Malen.
Beim Schreiben.
In einem Gespräch mit einem Menschen, wenn plötzlich Worte kommen, über die man vorher überhaupt nicht nachgedacht hat.
Und dann gibt es unsere bewussten Channelings.
Und dafür brauche ich Ralf.
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Ralf – Channeling ist bei uns Teamarbeit
Bei unseren bewussten Channelings führe ich Daniela in eine sehr tiefe Trance.
Fast wie in einen Schlafzustand.
Ich stelle die Fragen, die Daniela vorher nicht kennt.
Sie selbst bekommt währenddessen nur sehr wenig bewusst mit.
Anschließend gehen wir gemeinsam durch das, was gekommen ist.
Und Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022 wurden diese Informationen plötzlich sehr konkret.
Es ging um unsere Zukunft.
Um meine Arbeit.
Um unser Haus.
Um Herausforderungen, die auf uns zukommen würden.
Und um unsere Auswanderung.
Nach: Madeira.
Das Problem war nur:
Wir waren noch nie dort.
Ehrlich gesagt mussten wir uns erst einmal genauer anschauen, wo Madeira überhaupt liegt.
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Daniela – „Seelenheimat“
Im Channeling kam sinngemäß:
Ihr kennt diesen Ort. Ihr wart dort schon. Es ist ein Stück Seelenheimat.
Für mich trägt dieses Wort „Seelenheimat“ auch die Wahrnehmung in sich, dass wir vielleicht schon in anderen Leben mit dieser Insel verbunden waren.
Natürlich muss niemand diese Vorstellung teilen.
Aber ich kann sagen, wie es sich für uns angefühlt hat:
Nicht verrückt.
Nicht fremd.
Sondern erstaunlich stimmig.
Als hätte etwas in uns längst verstanden, was unser Kopf gerade erst herauszufinden versuchte.
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Wir beide – Ein Glas Sekt und ein Ja
Kurz nach Silvester saßen wir vor unserem Kamin.
Wir redeten über das Channeling.
Über Madeira.
Über unser bisheriges Leben.
Und über das, wonach wir uns beide sehnten.
Irgendwann war dieser Moment da.
Wenn wir jetzt darauf anstoßen, dann machen wir es wirklich.
Nicht: Wir schauen mal.
Nicht: Vielleicht irgendwann.
Sondern: Wir gehen 2022 nach Madeira.
Wir nahmen ein Glas Sekt.
Und stießen an.
Auf eine Insel, die wir noch nie gesehen hatten.
Auf ein Leben, von dem wir keine Ahnung hatten, wie es aussehen würde.
Und auf unser gemeinsames Ja.
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Ralf – Ab jetzt wurde es praktisch
Für mich war dieser Abend ein wichtiger Punkt.
Wir hatten eine Entscheidung getroffen.
Also stellte sich jetzt die nächste Frage:
Was müssen wir tun, damit daraus Realität wird?
Und diese Liste war nicht gerade kurz.
Mein Arbeitsverhältnis.
Bank.
Hausverkauf.
Versicherungen.
Ämter.
Dokumente.
Makler.
Später portugiesische Behörden.
Und eine Sprache, die wir beide nicht beherrschten.
Das klingt natürlich deutlich weniger romantisch als „Wir folgen dem Ruf unserer Seele.“
Aber ohne diesen Teil kommt man dem Ruf der Seele nicht besonders weit hinterher. 😄
Und vielleicht beschreibt genau das uns beide ganz gut.
Daniela hat oft dieses tiefe Vertrauen: Da wird sich eine Tür öffnen.
Und ich denke:
Gut. Dann schauen wir schon mal, welche Unterlagen wir brauchen, wenn sie aufgeht.
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Daniela – Mein Fels in der Brandung
Und genau deshalb sage ich immer:
Ralf ist mein Fels in der Brandung.
Ich bin intuitiver.
Ich vertraue sehr stark auf meine Impulse und manchmal auch einfach darauf, dass das Universum schon weiß, was es tut.
Manchmal vielleicht ein bisschen positiv naiv. 😄
Ralf vertraut genauso.
Aber anders.
Er bringt die Dinge auf die Erde.
Banken, Ämter, Verträge, Telefonate, all das Menschliche und Praktische – ganz vieles davon hat er übernommen.
Ohne ihn wäre es nicht gegangen.
Aber genauso wichtig ist mir:
Ralf hat das alles nicht erledigt, weil ich unbedingt nach Madeira wollte.
Er wollte dieses neue Leben genauso.
Wir hatten unterschiedliche Rollen.
Aber es war unser Weg.
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Ralf – Und dann kam das Leben
Kaum hatten wir unsere Entscheidung getroffen, wurde es ernst.
Ende Januar starb mein Vater.
Und plötzlich stand eine Frage im Raum, über die wir vorher nicht ausreichend nachgedacht hatten:
Was wird aus meiner Mutter?
Sie war bereits älter. Demenz und Diabetes waren Themen.
Natürlich konnten wir nicht einfach sagen:
Wir wandern jetzt aus. Irgendwie wird das schon.
Wir brauchten eine gute und verantwortungsvolle Lösung.
Viele sagten uns damals, wie schwierig es sei, einen wirklich guten Pflegeplatz zu bekommen.
Am Ende kam es anders.
Meine Mutter bekam einen Platz in einer wunderbaren Einrichtung.
Heute ist sie 90 Jahre alt und dort noch immer sehr gut aufgehoben.
Auch das gehörte zu unserem Weg.
Denn ein neues Leben anzufangen bedeutet nicht, dass die Verantwortung für das bisherige einfach verschwindet.
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Daniela – Und auch für meine Kinder veränderte sich alles
Meine beiden großen Kinder würden in Deutschland bleiben.
Und Jasmin wollte zunächst überhaupt nicht mit nach Madeira.
Das war nicht leicht.
Und darüber möchte ich irgendwann noch einmal eine eigene Geschichte erzählen.
Denn beim Thema Auswandern sprechen wir oft über Mut, Freiheit und Neuanfang.
Aber viel weniger darüber, was so eine Entscheidung auch für die Menschen bedeutet, die wir lieben.
Wir wussten:
Unsere Entscheidung hat Konsequenzen.
Für uns.
Für unsere Kinder.
Für unsere Familie.
Und trotzdem blieb dieses Ja.
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Ralf – Im April haben wir uns Madeira dann tatsächlich einmal angeschaut
Die Reihenfolge war wirklich so:
Im Januar beschlossen wir:
Wir wandern nach Madeira aus.
Und im April dachten wir:
Vielleicht sollten wir uns die Insel vorher einmal ansehen. 😄
Also flogen wir für eine Woche hin.
Wir wollten verschiedene Regionen anschauen und herausfinden, wo wir uns vorstellen könnten zu leben.
Bei dieser Reise lernten wir auch unsere spätere Maklerin kennen.
Und danach war für uns beide klar:
Unsere Entscheidung war nicht kleiner geworden.
Im Gegenteil.
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Daniela – „Huch. Da bin ich ja.“
Ich werde dieses erste Ankommen nie vergessen.
Wir kamen aus dem Flugzeug.
Und in mir war dieses:
Huch.
Und dann:
Da bin ich ja.
Ich kann es kaum anders beschreiben.
Es war wie eine Landung im Körper.
Nicht nur mit dem Flugzeug.
Sondern wirklich in mir.
Und genau das ist Madeira für mich bis heute.
Diese Insel bringt mich in den Körper.
In die Natur.
In die Erde.
In meine eigene Form.
Für mich ist Madeira ein Ort, an dem der eigene Spirit nicht irgendwo über einem schweben möchte.
Er möchte gelebt werden.
Im Körper.
Im Alltag.
Im echten Menschsein.
Vielleicht war genau das mit Seelenheimat gemeint.
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Daniela – „Wir gehen im September.“
Zurück in Deutschland war für mich vollkommen klar:
Wir gehen dieses Jahr.
Ich sagte immer: Im September.
Wir wollten vorher noch mit unserem Wohnwagen reisen. Kroatien, Spanien und einfach schauen, wohin uns das Leben führt.
Es gab nur zwei kleine Probleme:
Unser Haus war noch nicht verkauft.
Und wir hatten kein Haus auf Madeira.
Aber gut.
Details. 😄
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Ralf – Für mich waren das durchaus relevante Details
Da unterscheiden wir uns manchmal. 😄
Unsere Maklerin hatte ursprünglich gedacht, dass unser Haus sehr schnell verkauft sein würde.
Dann veränderte sich die wirtschaftliche und politische Situation.
Es kamen deutlich weniger Interessenten als erwartet.
Wir hatten kaum Besichtigungen.
Und irgendwann läuft natürlich die Zeit.
Gleichzeitig war in den Channelings immer wieder ein sehr konkretes Zeitfenster genannt worden:
15. bis 17. August.
Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich deshalb völlig entspannt zurückgelehnt hätte.
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Daniela – Und dann kam tatsächlich der 15. August
Am 15. August kam eine Familie zur Besichtigung.
Sie wollte unser Haus.
Zu genau dem Preis, den wir uns vorgestellt hatten.
Am 17. August kam die Zusage.
Und ungefähr eine Woche später fanden wir online ein Haus auf Madeira.
Ich sah es und wusste sofort:
Das ist unser Haus.
Unsere Maklerin nahm Kontakt auf.
Und dann kam die Antwort:
Das Haus ist bereits vergeben.
Jemand hatte schon angezahlt.
Und meine Reaktion war:
„Nein. Das kann nicht sein. Das ist unser Haus.“
---
Ralf – Rein sachlich betrachtet war es zu diesem Zeitpunkt nicht unser Haus
Es war bereits reserviert.
Damit war die Situation zunächst ziemlich eindeutig. 😄
Daniela sah das anders.
„Das ist unser Haus.“
Ein paar Stunden später rief unsere Maklerin wieder an.
Der andere Interessent war abgesprungen.
Das Haus war wieder verfügbar.
Und dann kam die Frage:
Wie schnell könnt ihr auf Madeira sein?
Ab diesem Moment ging alles Schlag auf Schlag.
Donnerstags kam die Nachricht.
Freitags hatten wir noch einen Notartermin in Deutschland.
Samstags flogen wir nach Madeira.
Montags trafen wir die Verkäufer.
Dienstags unterschrieben wir und leisteten die Anzahlung.
Mittwochs flogen wir zurück nach Deutschland.
Und Freitags war die Übergabe unseres bisherigen Hauses.
Das war selbst für unsere Verhältnisse eine ziemlich intensive Woche.
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Daniela – Und plötzlich stand ich in meinem Bild
Wir hatten dieses Haus gekauft, obwohl wir den Ort kaum kannten.
Es liegt oben am Berg.
Wir wussten nicht wirklich, wie das Klima dort sein würde.
Aber es fühlte sich einfach richtig an.
Da war der Garten.
Die Natur.
Wald um uns herum.
Platz für unsere Tiere.
Und dieser Blick auf das Meer.
Und irgendwann wurde mir bewusst:
Das habe ich gemalt.
2017.
Bis auf ein kleines Detail war es dieses Haus.
Das Haus auf meiner Leinwand.
Das Wasser, bei dem ich damals nicht wusste, was es sein sollte, war plötzlich das Meer.
Die Farbe des Hauses: Rot
Und darunter hatte ich fünf Jahre zuvor geschrieben:
2022.
Nur die Leinwand selbst konnte ich leider nicht mehr danebenstellen.
Die hatte ich ja vorsichtshalber kurz vorher entsorgt. 😄
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Ralf – Am 27. Dezember waren wir wirklich da
Dazwischen lagen noch drei Monate mit unserem Wohnwagen.
Kroatien, Spanien und eine besondere Zeit zwischen unserem alten und unserem neuen Leben.
Dann kam der 27. Dezember 2022.
Wir landeten auf Madeira.
Dieses Mal nicht für eine Woche.
Wir kamen, um zu bleiben.
Haus verkauft.
Neues Haus gekauft.
Umzug organisiert.
Tiere dabei.
Wir hatten es tatsächlich gemacht.
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Daniela – Und dann war die Couch verschimmelt
Ja.
Unsere romantische Ankunft in unserem Traumhaus sah ungefähr so aus:
Tür auf.
Reingehen.
Couch anschauen.
Schimmel.
Ich reagiere sehr stark darauf.
Und für mich ist in diesem Moment erst einmal eine kleine Welt zusammengebrochen.
Nach all dem Vertrauen, den Fügungen, dem Organisieren und Loslassen dachte ich nur:
Ach du Scheiße.
Und Ralf?
Natürlich:
„Wir kriegen das hin.“
Mein Fels in der Brandung.
Und wir haben es hinbekommen.
Am nächsten Tag waren wir in Santa Cruz.
Es war noch Weihnachtszeit.
Alles war so unglaublich liebevoll geschmückt. Die Lichter, die kleinen Details, diese besondere Atmosphäre.
Und wir standen dort und waren einfach nur berührt.
Diese Liebe zum Detail ist bis heute etwas, was wir an Madeira so sehr lieben.
Und trotz des Schimmels, trotz der Erschöpfung, trotz allem war da wieder:
Ja. Hier sind wir richtig.
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Wir waren angekommen. Oder?
Damals dachten wir:
Jetzt beginnt unser neues Leben.
Und natürlich stimmte das.
Nur wussten wir noch nicht, dass Ankommen und Wurzeln schlagen zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind.
Wenn man sein Geburtsland verlässt, entwurzelt man sich zunächst.
Menschen.
Gewohnheiten.
Arbeit.
Sprache.
Sicherheit.
Ein ganzes vertrautes System bleibt zurück.
Und neue Wurzeln wachsen nicht automatisch, nur weil man sein Traumhaus gefunden hat.
Unsere ersten Jahre auf Madeira sollten uns das ziemlich deutlich zeigen.
Es wurde wunderschön.
Es wurde herausfordernd.
Es wurde finanziell teilweise verdammt eng.
Es hat uns als Paar und als Familie gefordert.
Und es hat Ressourcen in uns hervorgeholt, von denen wir vorher überhaupt nicht wussten, dass wir sie besitzen.
Aber das ist die nächste Geschichte.
Denn unser Weg auf Madeira hatte gerade erst begonnen.
Von Herzen
Daniela & Ralf
Encanto da Madeira

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